Montag, 2. Dezember 2024 / 23:30:40

Plötzlich pflegebedürftig: Wie Angehörige Unterstützung finden
Pflegebedarf kommt manchmal aus heiterem Himmel. Erkrankungen wie ein Schlaganfall oder auch ein Unfall können dazu führen, dass sich eine ehemalig selbstständige Person plötzlich nicht mehr selbst versorgen kann.
Für die Angehörigen eine grosse Herausforderung, denn jetzt heisst es, das Leben umzustellen. Selbst pflegen ist aus beruflichen und privaten Gründen nur selten langfristig möglich. Entscheidend ist es, die Unterstützung zu kennen und Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen.
Pflegeberatung nutzen und Möglichkeiten kennenlernen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung in der Schweiz, doch nicht jeder kennt sie. Eine umfassende Pflegeberatung schafft Abhilfe, denn sie gibt Einblick in Hilfsangebote und Optionen, die bei der Betreuung von pflegebedürftigen Menschen zur Verfügung stehen. Schwerpunkte der Beratungen sind:
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Organisation der Pflege
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Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige
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Rechtliche Aspekte
Durch eine kompetente und ehrliche Beratung lassen sich Unsicherheiten bei der Pflegeperson abbauen und Klarheit generieren. So unangenehm das Thema sein mag, so wichtig ist Aufklärung für alle Beteiligten. Wichtig ist dabei, dass die Beratung objektiv durchgeführt und nach individuellen Bedürfnissen strukturiert ist. So können Angehörige eine Entscheidung treffen, die für sie selbst aber auch für die pflegebedürftige Person sinnvoll sind.
Finanzielle Unterstützung für die Pflegeperson erhalten
Pflegende Angehörige leisten einen grossen Beitrag, müssen aber gleichzeitig finanzielle Einbussen hinnehmen. Wird die Arbeit aufgegeben oder die Zeit reduziert, entstehen Lohnausfälle. Es gibt Möglichkeiten, diese zu kompensieren. Eine Option ist die Entlohnung über eine Spitex, die einen Stundenlohn von CHF 37.9 brutto bietet. Auch Betreuungsgutschriften erleichtern die Finanzierung der Pflege und sichern die späteren Rentenansprüche. Solche Angebote sind für Angehörige eine wichtige Hilfe und animieren dazu, sich in der Pflege zu engagieren.
Entschädigungen und Hilfen für die pflegebedürftige Person
Auch für die pflegebedürftige Person gibt es Unterstützung, die den Alltag erleichtern kann. Mit der Hilfslosenentschädigung und Assistenzbeitragen werden wichtige finanzielle Leistungen gezahlt. Sie helfen dabei, die Kosten für Pflege und Betreuung zu decken und bieten Spielraum, zusätzliche Entlastung zu organisieren. Solche Beiträge können beispielsweise genutzt werden, um eine Pflegefachperson zu engagieren oder Hilfsmittel zu finanzieren.
Wie eine Pflegefachperson Angehörige entlasten kann
Pflegefachpersonen sind eine wertvolle Unterstützung für Angehörige. Sie haben nicht nur die fachliche Expertise, sondern liefern auch emotionale Entlastung. Eine Pflegefachperson hilft bei medizinischen Aufgaben, berät Pflegebedürftige und Angehörige in ihrer Rolle als Pflegende. Oft sind sie auch eine wichtige Ansprechperson, wenn es um schwierige Entscheidungen geht. Durch ihre Unterstützung lässt sich die Pflege professioneller gestalten und Angehörige können sich auf andere Aspekte ihres Lebens konzentrieren.
Was Angehörige selbst tun können
Zusätzlich zur Nutzung externer Hilfen ist es wichtig, dass Angehörige für sich selbst sorgen. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Nur so ist es überhaupt möglich, langfristig für eine nahestehende Person da zu sein. Zur Selbstpflege gehören regelmässige Pausen, das Einholen von Hilfe bei Bedarf und der Austausch mit anderen Betroffenen. Entlastungsangebote wie Tagesstätten oder Kurzzeitpflege dürfen in Anspruch genommen werden, ganz ohne schlechtes Gewissen. Nur wenn die Angehörigen stabil und gesund bleiben, sind sie für ihre Liebsten mit Herz und Liebe da.
fest (Quelle: pd)
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