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Neben der Vorhersage von Demenzerkrankungen ist laut Gallacher auch die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten ein Ziel.

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Samstag, 3. Mai 2014 / 14:52:38

UK Biobank: Massentests für Demenzforschung

London - 300.000 Briten werden an der grössten Studie zu kognitiven Funktionen teilnehmen. Mit der vom Medical Research Council finanzierten Studie soll vorhergesagt werden, welche Faktoren Demenzrisiken erhöhen.

Alle Teilnehmer werden auch ein Teil der UK Biobank sein. Sie haben bereits DNA-Proben und Infos zum Lebensstil bereitgestellt. Tests zu Gedächtnis und logischem Denken werden online durchgeführt.

Rauchen, Ernährung und Sport

Als die Teilnehmer vor vier oder fünf Jahren ihre Teilnahme an der UK Biobank zusagten, stellten sie Blut- und Urinproben zur Verfügung, unterzogen sich Fitnesstests und beantworteten Fragen zur Gesundheit und Ernährung. Sie absolvierten eine Reihe von kognitiven Tests am Computer, die jetzt wiederholt werden. Sie waren zu Beginn des Programms alle zwischen 40 und 69 Jahren alt. Jetzt kann der Test zu Hause vom Computer aus durchgeführt werden.

Laut John Gallacher von der Cardiff University werden viele Teilnehmer bei den Testergebnissen nur geringe Unterschiede zum ersten Mal aufweisen. Aber auch diese Unterschiede könnten bereits dabei helfen vorherzusagen, wer an einer Demenz erkranken wird. Die Wissenschaftler werden auch andere Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Sport abfragen, um zu sehen, welchen Einfluss sie auf das Entstehen der Krankheit haben.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Gallacher zufolge handelt es sich jedoch nicht um einen Demenztest. «Um ein Demenzrisiko festzustellen, müssen wir die kognitive Funktion vor dem Entstehen der Krankheit kennen.» Die UK Biobank gilt als die grösste und genaueste biomedizinische Datensammlung der Welt. Die Informationen über die einzelnen Teilnehmer sind anonymisiert. Die Daten sind für Wissenschaftler aller Fachrichtungen zugänglich.

Voraussetzung für den breiten Zugang ist lediglich, dass die Forscher ihre Ergebnisse ebenfalls zur Verfügung stellen. Neben der Vorhersage von Demenzerkrankungen ist laut Gallacher auch die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten ein Ziel. «Wenn wir das Einsetzen der Krankheit um fünf Jahre verzögern können, dann würde sich dadurch die Anzahl der Erkrankten halbieren», so Gallacher.

asu (Quelle: pte)

http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=624792

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