News - powered by news.ch


EU-Justizkommissarin Viviane Reding.

Abbildung vergrössern

 
www.zinsmanipulation.info, www.faehrt.info, www.harte.info, www.linie.info

.swiss und .ch Domains - Jetzt registrieren!

Möchten Sie zu diesen Themen eine eigene Internet Präsenz aufbauen? Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen!




 
Shopping - Geschenktipps und weiteres

Raquel Welch John Lennon

 Raquel Welch
 John Lennon



Freitag, 20. Dezember 2013 / 20:04:00

EU fährt harte Linie gegen Zinsmanipulation

Brüssel - Als Reaktion auf die jüngsten Zinsskandale geht die EU hart gegen betrügerische Banker vor. Händler, die Referenzzinssätze wie Libor oder Euribor manipulieren, müssen künftig EU-weit mit harten Geldbussen und einer Höchststrafe von mindestens vier Jahren Haft rechnen.

Neben der Manipulation selbst wird auch die Anstiftung oder Beihilfe dazu zum Straftatbestand. Die Botschafter der 28 EU-Staaten unterstützten am Freitag entsprechende Regeln, teilte der Ministerrat in Brüssel mit. Zuvor hatten Vertreter von EU-Kommission, Staaten und EU-Parlament den Kompromiss ausgehandelt.

Das EU-Gesetz legt Mindestgrenzen für das Höchststrafmass fest. Die Staaten dürfen das Strafmass selbst fixieren und können dabei die EU-Grenzen nach eigenem Ermessen auch überschreiten.

Im Libor-Skandal hatte die EU-Kommission Anfang Dezember gegen sechs Institute - darunter die Deutsche Bank - eine Kartellstrafe in Rekordhöhe von 1,7 Mrd. Euro verhängt. Nach Ansicht der EU-Behörde hatten Banken aus Europa und den USA von 2005 bis 2010 die Zinssätze zu ihren Gunsten manipuliert, um Handelsgewinne einzustreichen. Dabei ging es um Referenzzinssätze wie den Euribor (Brüssel), den Libor (London) und den Tibor (Tokio).

Gute Nachricht für Investoren

Nun geht es um strafrechtliche Massnahmen für betrügerische Händler und Banker. EU-Justizkommissarin Viviane Reding sagte: «Die EU kennt keine Toleranz im Hinblick auf Marktmissbrauch und Zinsmanipulation.» EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier betonte: «Das ist eine gute Nachricht für Investoren - und eine herbe Weihnachtsüberraschung für Straftäter in Nadelstreifen.»

Auch wer Insider-Informationen zur persönlichen Bereicherung nutzt, muss mit einer Gefängisstrafe rechnen. Die EU-Staaten sollen dafür maximale Strafen von mindestens zwei Jahren Haft vorsehen.

Zudem will die EU die Geldbussen europaweit angleichen. Für einzelne Personen soll das maximale Bussgeld nicht unter 5 Mio. Euro liegen, bei Unternehmen 15 Prozent des Jahresumsatzes.

Der Vorschlag ist Teil des EU-Gesetzespakets zur besseren Kontrolle der Finanzmärkte. Das EU-Parlament und der Rat müssen noch offiziell zustimmen, was in den nächsten Monaten erwartet wird. Nach dem Inkrafttreten haben die Staaten zwei Jahre Zeit zur Umsetzung.

bert (Quelle: sda)

http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=610561

In Verbindung stehende Artikel:


EU-Kommission geht im Zinsskandal gegen drei weitere Banken vor
Dienstag, 20. Mai 2014 / 19:20:03
[ weiter ]
Europaparlament verschärft Strafen für Zinsmanipulation
Dienstag, 4. Februar 2014 / 16:53:09
[ weiter ]
Deutsche Bank stellt Sonderbeauftragten an
Montag, 9. Dezember 2013 / 15:40:44
[ weiter ]
EU lässt UBS im Libor-Skandal davonkommen
Mittwoch, 4. Dezember 2013 / 13:02:00
[ weiter ]
Auch Goldpreis von Banken manipuliert?
Mittwoch, 27. November 2013 / 13:28:00
[ weiter ]
US-Aufsichtsbehörde verklagt 13 Banken im Libor-Skandal
Dienstag, 24. September 2013 / 11:45:04
[ weiter ]
EU will Manipulation von Zinssätzen Riegel vorschieben
Mittwoch, 18. September 2013 / 14:35:32
[ weiter ]
 


 
 
 
 
 

Foto: hpgruesen (Pixabay License)

Publireportage

Mit dem Privatjet durch Europa

Nach Cannes, Nizza, Paris, Amsterdam, Düsseldorf oder London jetten? Von einem zentral in Europa gelegenen Flughafen wie dem von St. Gallen und Altenrhein in der Schweiz ist das überhaupt kein Problem. [ weiter ]