Montag, 25. November 2013 / 15:38:00

Russland lässt vorletzten Greenpeace-Aktivisten frei
Nach mehrwöchiger Untersuchungshaft hat die russische Justiz am Montag den vorletzten Greenpeace-Aktivisten freigelassen. Der Brite Phil Ball sei gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt worden, teilte die Umweltschutzorganisation mit.
Damit bleibt der 59 Jahre alte Australier Colin Russell als letzter der ursprünglich 28 festgenommenen Greenpeace-Aktivisten und zwei Journalisten hinter Gittern. Seine Untersuchungshaft war aus unbekannten Gründen bis zum 24. Februar 2014 verlängert worden.
Hintergrund ist eine Protestaktion in der Barentssee, mit der die Besatzung des Greenpeace-Schiffes "Artic Sunrise" auf Umweltschäden durch die Ölförderung in der Arktis aufmerksam machen wollte. Die russische Küstenwache hatte den Eisbrecher am 19. September aufgebracht. Alle Crew-Mitglieder wurden festgenommen und später nach St. Petersburg verlegt.
Millionenschwere Kaution
Der Internationale Seegerichtshof hatte Russland am Freitag dazu verurteilt, die "Arctic Sunrise" und ihre Besatzung gegen Zahlung einer millionenschweren Kaution freizugeben.
Nach russischer Gesetzgebung besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Aktivisten anschliessend in Hausarrest genommen werden oder einer Residenzpflicht in St. Petersburg unterliegen. Dass sie Russland vor ihrem Prozess verlassen können, ist unwahrscheinlich. Sie sollen wegen "Rowdytums" angeklagt werden, worauf in Russland bis zu sieben Jahre Haft stehen.
ig (Quelle: sda)
http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=607342
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