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Frauen stehen erotischer Kommunikation deutlich liberaler gegenüber.

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Montag, 30. April 2012 / 20:00:02

Sexting bringt Schwung in verstaubte Beziehungen

Wien - Nachdem die Medien Sexting lange verteufelt haben, sehen einige Experten an der beliebten Form der erotischen Kommunikation durchaus positive Seiten, wie die Huffington Post berichtet.

Trotzdem kann einiges schief gehen, wenn eine Nachricht an einen falschen Adressaten verschickt oder im beeinträchtigten Zustand versendet wird.

Mehr Intimität

«Auch für Jugendliche kann das Betrachten von erotischen oder pornografischen Inhalten im Internet oder auf dem Mobiltelefon positive Wirkungen haben. Es kann als Anschauungsmaterial dienen oder Anreize bieten, über Sexualität zu sprechen. Selbstbewusste Jugendlichen können Pornografie und Realität unterscheiden», sagt Elke Sauerteig, Geschäftsführerin der Aktion Jugendschutz Landesstelle Baden Würtemberg. Ob das Versenden von erotischen Bildern in einer Beziehung Freude macht, hat mit dem Medium nichts zu tun. «Vorlieben entwickeln sich schon in der Kindheit», so Sauerteig.

Beim Aufbau einer Beziehung kann Sexting dabei helfen, Intimität zu schaffen. Vor allem das Versenden von anzüglichen Texten spielt hier oft eine Rolle, da Sprache ein geeignetes Werkzeug zur Vertiefung einer Bindung ist. «Hier haben Paare die Möglichkeit offen über Sexualität und Erotik zu sprechen, was sie anderswo vielleicht nicht können», sagt Therapeutin Esther Perel. Das gilt sowohl für Singles als auch für Paare, die schon lange liiert sind. «Für Paare, die versuchen ihr Sexleben wieder aufzufrischen, kann Sexting eine willkommene Ergänzung zum üblichen Schlafzimmer-Repertoire darstellen», so Perel.

Geschlechter-Unterschiede

Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen was den unverkrampften Umgang mit Sexting betrifft. Eine Untersuchung unter über 5.000 Nutzern der US-Dating-Webseite AschleyMadison.com hat ergeben, dass zumindest unter den teilnehmenden Online-Datern die Frauen dem Thema Sexting deutlich liberaler gegenüberstehen. Während unter den Männern nur die Hälfte der Befragten zugab, schon einmal erotische Inhalte per Handy verschickt zu haben, belief sich der Anteil unter den Frauen auf zwei Drittel. Männliche Sexter neigen dafür häufiger zum Verschicken an die falsche Person. «Der Prozess an sich ist neutral. Es kommt ganz darauf an, wie er eingesetzt wird», erklärt Beziehungscoach Carol Allan.

 

 

fest (Quelle: pte)

http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=539941

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Foto: hpgruesen (Pixabay License)

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