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Firewall und Virenschutz gehören auf jeden PC.

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Montag, 14. März 2011 / 18:11:25

Tipps & Tricks: Sicherer Umgang mit Handys und Computer

Handys und Smartphones können leicht zur Sicherheitsfalle werden. Bei den auf dem Markt erhältlichen Geräten genügen einfache Kniffe und Tricks um diese auszuspionieren, so der IT-Experte Götz Schartner.

Schartner schult seit Jahren sowohl junge Menschen, deren Lehrer und Eltern als auch Unternehmen in Sicherheitsfragen rund um Internet, Handy und Co..

In seinen Schulungen demonstriert Schartner, wie leicht sich Handys anhand von präparierten MMS in Mikrofone umwandeln lassen und dadurch ausserhalb des Raumes geführte Gespräche mitgehört werden können. Zudem sei es für Kenner kein Problem, vertrauliche SMS auszulesen, so der Experte. «Handys haben mehr Sicherheitslücken, als wir gewöhnlich denken», sagt er.

Mit manipulierter Software seien Angreifer auch in der Lage, sich Zugriff auf die Kamera des Handys zu verschaffen, warnt Schartner. Um das zu verhindern rät er, immer die aktuelle Firmware für das Handy zu installieren und die Bluetooth-Funktion abzuschalten. Generell gelte: Bild- und Tonnachrichten von unbekannten Empfängern am besten gleich löschen. Denn um Zugriff auf fremde Handys oder auch Computer zu bekommen, müsse man nicht einmal selbst Hacker-Kenntnisse haben. Teilweise gebe es fertige Programme, die in Systeme einbrechen.

Firewall und Virenscanner gehören auf jeden PC

Zur Sicherung des eigenen Rechners sollten die Nutzer auf jeden Fall darauf achten, dass eine Firewall und ein aktueller Virenscanner installiert sind. Zusätzlich sei es unabdingbar, dass sowohl das Betriebssystem als auch die Standardprogramme wie etwa der Acrobat Reader ständig aktualisiert werden. Somit könnten Sicherheitslücken geschlossen werden, die Hacker ansonsten nutzen, meint Schartner.

Im Zuge seines Unterrichts demonstriert der Experte in Medienkompetenz auch, wie die bei Jugendlichen zum Chatten beliebten Webcams angesteuert werden können, obwohl sie gar nicht aktiv sind. Als Beispiel verweist Schartner auf einen konkreten Fall aus Aachen, wo sich ein Krimineller Zugriff auf PCs von mehr als 150 Mädchen verschaffen und sie unter anderem beim An- und Ausziehen filmen konnte. Er rät deshalb, die Kamera entweder auszustöpseln oder mit Klebeband zu verschliessen, wenn sie nicht gebraucht wird.

Besonders überrascht seien die Schüler, wie einfach es ist, ein Handy zu knacken, sagt Schartner. «Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger rangehen und schockieren, sondern sensibilisieren.» Denn viele seien sich der Gefahr gar nicht bewusst, die zum Beispiel von sozialen Netzwerken wie Facebook ausgehen. Vor allem dann, wenn Nutzer mit ihren Daten und Bildern leichtfertig umgehen. «Die Faustregel lautet: Alles, was ich von mir im Internet veröffentliche, sollte auch dazu geeignet sein, dass jeder Mensch es sehen kann», sagt der IT-Experte.

Vorsicht bei privaten Daten und Bildern im Internet

Immer noch stellen viele Menschen private Bilder von Partys und Festen ins Internet, ohne sich über die Folgen Gedanken zu machen. Der Fall von Meike H. zeigt, dass das Internet nichts vergisst. Die junge Frau wollte nach einem sehr guten Abi und BWL-Studium einen Job als Managerin bei einem grossen deutschen Konzern antreten. Trotz bester Qualifikation platzte der Traum jedoch, weil besonders grosse Unternehmen heutzutage Erkundigungen über Online-Detekteien einholen, erzählt Schartner.

Im konkreten Beispiel fand das Unternehmen heraus, dass Meike H. bei StudiVZ Mitglied in zwei Sexforen war. Zudem gab es Bilder, die die Frau in betrunkenem Zustand auf einer Studentenparty zeigte. Ähnliche Fotos auch ohne Namenszusatz zu finden, sagt Schartner, sei überhaupt kein Problem mehr mit aktueller Gesichterkennungssoftware. Diese sei sogar inzwischen so gut, dass sie aufgrund der Gesichtszüge Kinderbilder von heute 16-Jährigen erkennen könne. «Was jemand jetzt schreibt, kann 100 Jahre im Internet sein. Und Meike ist kein Einzelfall», meint der IT-Sicherheitsexperte.

So kämen nach seinen Veranstaltungen oftmals junge Frauen, deren Ex-Freunde drohen, freizügige Fotos weiterzugeben. Ihnen empfiehlt er, schnell zu reagieren. «Man sollte versuchen, das auf dem kurzen Weg zu klären, alternativ aber auch über den Rechtsanwalt oder die Polizei.» Wichtig sei auch im Falle von Mobbing im Internet, sich jemandem anzuvertrauen, unterstreicht der Experte von der Ludwigshafener IT-Sicherheitsfirma 8Com.

 

Rita Deutschbein mit Agenturen (Quelle: teltarif.ch)

http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=482847

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