Freitag, 5. März 2010 / 16:18:10

Finanzierungsgesellschaft für KMU in Entwicklungsländern
Bern - Die Schweiz schafft eine Finanzierungsgesellschaft für kleine und mittlere Unternehmen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Wie der Bundesrat mitteilte, werden die Investitionsaktivitäten bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in eine eigene Gesellschaft verlegt.
Die neue Gesellschaft «Swiss Investment Fund for Emerging Markets» (SIFEM AG) ist eine Auslagerung der bisherigen Investitionstätigkeiten des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) in diesen Gebieten. Nach Angaben des Bundesrates wird die neue Gesellschaft vom Bund kapitalisiert.
Den Betrag, den Verwaltungsrat und die organisatorischen Details bestimmt der Bundesrat. Finanzbedarf besteht nicht, da die Kapitalisierung durch die Übertragung der aktuellen Investitionen des SECO erfolgt. Die SIFEM entspricht dem Vorbild europäischer Entwicklungsagenturen.
Auslagerung der Investitionstätigkeiten
Die Auslagerung der Investitionstätigkeiten wurde aufgrund des Wachstums nötig. Derzeit sind rund 400 Millionen Franken in etwa 40 Risikokapitalfonds für kleine und mittlere Unternehmen investiert; vor allem in Asien, in Afrika südlich der Sahara und in Südosteuropa.
Das Modell mit den Risikokapitalfonds ist erfolgreich, wie der Bundesrat schreibt. Gemäss Fallstudien von 2007 generiert jeder in derartige Fonds investierte Franken durchschnittlich 12 Franken in der lokalen Wirtschaft. Dabei schlägt unter anderem die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze zu Buche.
ade (Quelle: sda)
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