Montag, 21. Dezember 2009 / 09:50:21

Das grosse Verkehrs-Chaos blieb aus
Zürich - Der Berufsverkehr ist nach den Schneefällen und dem Temperaturanstieg in der Nacht ohne grössere Behinderungen in die Weihnachtswoche gestartet. Während der Zugsverkehr reibungslos verlief, gab's auf den Strassen mehrere Unfälle mit Verletzten.
Der ungewöhnlichste Zwischenfall ereignete sich in Schaffhausen, wo der Fahrer eines Schneeräumungsfahrzeuges von einem Schneeball mitten ins Gesicht getroffen wurde. Der Mann bremste so stark ab, dass ein nachfolgender Personenwagen in das Heck des Lastwagens krachte. Der Personenwagen hat nur noch Schrottwert. Der jugendliche Schneeballwerfer wurde noch vor Ort erwischt.
In den meisten Fällen unterschätzten die Lenkerinnen und Lenker ihre Fahrfähigkeiten, wie aus den Polizei-Communiqués hervorging. Ein 26-jähriger Türke etwa fuhr im aargauischen Teufenthal zu schnell und erst noch mit Sommerreifen und prallte in eine Mauer. Die Polizei nahm dem Mann den Führerausweis auf der Stelle ab.
Im Kanton Zürich registrierte die Polizei im ganzen Kantonsgebiet über zwei Dutzend Verkehrsunfälle, vier davon mit sechs Leichtverletzten. Rund 40 Autounfälle ereigneten sich im Kanton Bern, knapp die Hälfte davon auf Autobahnen. Bei den meisten blieb es beim Blechschaden.
Feldbetten auf dem niederländischen Flughafen
Während die SBB die Pendler ohne grössere Verspätungen ans Ziel brachte, erschwerten die Schneefälle und die Kälte den Betrieb auf den Flughäfen. Aufgrund der Wetterverhältnisse in anderen europäischen Städten mussten 12 Flüge nach Zürich gestrichen werden.
Auf dem niederländischen Flughafen Schiphol verbrachten mehr als 700 Reisende die Nacht auf Feldbetten. Ihre Flüge waren gestrichen worden, weil viele Destinationen in Europa nicht angeflogen werden konnten - beispielsweise in Spanien.
Dort flaute die Kältewelle ab. Stattdessen hielten starke Schnee- und Regenfälle Einzug. Am stärksten betroffen war dort die Gegend um Madrid. Auf den wichtigsten Zufahrtsstrassen zur spanischen Hauptstadt brach der Verkehr völlig zusammen.
fkl (Quelle: sda)
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